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Die Feuerwehr Bad Friedrichshall im Wandel der Zeit
Zu Beginn soll einmal gesagt werden, wer oder was überhaupt Bad Friedrichshall
ist. Also, Bad Friedrichshall ist der Zusammenschluss der Stadtteile Kochendorf,
Jagstfeld, Hagenbach, Duttenberg, Untergriesheim und dem Stadtteil Plattenwald,
welcher im Jahre 1993 entstand. Die Stadtrechte wurden 1951 verliehen, die 50.
Wiederkehr der Stadterhebung wurde 2001 gefeiert. Wir haben 2001 eine
Bevölkerungszahl von 17795 Einwohnern welche sich auf die einzelnen Stadtteile
wie folgt aufteilen:
| Kernstadt |
12321 Einwohner |
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| Plattenwald |
3314 Einwohner |
| Untergriesheim |
1252 Einwohner |
| Duttenberg |
908 Einwohner |
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1861- 2001: 140 Jahre bewegte Feuerwehrgeschichte!
Um in einer solchen Gemeinde den Brandschutz sicherzustellen, bedarf es natürlich
einer Feuerwehr, und deren Geschichte begann im Jahre 1861, und zwar genau am
18.09.1861.
An besagtem 18.09.1861 beschloss der Ortsvorstand von Kochendorf die Aufstellung
einer Steigerkompanie welcher sich 28 Freiwillige anschlossen, sie wurde Teil der
Pflichtfeuerwehr, welche jede Gemeinde stellen musste.
Diese Situation spielte sich im Laufe der folgenden zwei Jahre so ein, daß die
Feuerwehr Kochendorf am 14.09.1863 schon mit 30 Mann an der Gründungsversammlung
des Landesfeuerwehrverbandes in Stuttgart teilnahm, am 08.07. des darauffolgenden
Jahres genehmigte die königliche Kreisregierung Ludwigsburg dann auch die Statuten
der Feuerwehr zu Kochendorf.
Mit der steigenden Anzahl der Freiwilligen, mußte in den Jahren 1864/65 nun auch
mehr Platz geschaffen werden, und das geschah, indem man das Spritzenhaus in der
Hauptstrasse 15 umbaute.
Im Jahre 1885 hatte Untergriesheim dann bereits 480 Einwohner, es war daher nötig
diesen Stadtteil des heutigen Bad Friedrichshall mit einer Pflichtfeuerwehr zu
versehen.
1886 war dann der erste Meilenstein in Richtung Zukunft gelegt. Der Oberamtsbezirk
Neckarsulm gibt eine Bezirksfeuerlöschordnung heraus, aus der auch hervorgeht, wie
die Überlandhilfe geregelt ist.
- Kochendorf mit Gundelsheim, Neckarsulm und Oedheim
- Jagstfeld mit Hagenbach, Duttenberg, Kochendorf und Offenau
- Hagenbach mit Jagstfeld, Kochendorf, Oedheim und Untergriesheim
bilden in Zukunft einen sogenannten Brandhilfsverband.
Der 01.04.1886 war der Tag, an welchem auch Jagstfeld eine Pflichtfeuerwehr gründete.
Am 02.09.1887 war es dann Louis Friedrich Bachert der als erster Kommandant der
Feuerwehr Kochendorf, vom königlichen Ministerium des Inneren das
Feuerwehrehrenzeichen für langjährige treue Dienste erhielt. Später, im Jahre 1910
erhält er das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Kochendorf.
Im Jahre 1902 wird in Kochendorf eine Feuerwehrmusikkapelle gegründet, welche weiter
in der Zeit, zur Stadtkapelle Bad Friedrichshall wird.
In dieser Zeit wurden in den Gemeinden auch die Wasserleitungen gelegt, was wiederum
auch für die Feuerwehrarbeit großen Nutzen brachte.
Am 03.08.1903 kauft die Gemeinde Hagenbach bei der Firma Bachert einen
Hydrantenwagen, mit dem fortan die Löscharbeiten verrichtet wurden.
Der 01.01.1904 geht als Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Kochendorf
in die Analen ein, von diesem Tage an ist klar, daß sich der Gedanke der
Freiwilligen Feuerwehr endgültig durchgesetzt haben sollte.
Aber nicht nur Theorie, sondern auch Taten folgten in dieser Zeit.
So gab es am 21.11.1906 ein großes Schadensfeuer hinter der Gaststätte zum Schiff
in Jagstfeld und am
22.12.1907 brannten in Jagstfeld 3 Scheunen ab.
Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Jagstfeld datierte auf den 01.04.1909
Im Verlaufe des 15.08.1911 brannten in Oedheim 6 Scheunen und 4 Wohnhäuser ab,
die Feuerwehren aus Jagstfeld und Kochendorf leisteten im Zuge der 1886 in Kraft
getretenen Überlandhilfeverordnung Nachbarschaftshilfe bei diesem Einsatz.
Bei Bränden im Jahre 1912, zum einen bei der "Witwe Kern", im "Gasthaus Rößle" und
gegen Ende des Jahres noch bei einem Großbrand des Ökonomiegebäudes bei Fam.
Wilhelm Friederich, konnte die Wehr ihr Können zeigen.
Am 17.01.1913, starb der langjährige Kommandant Louis Friedrich Bachert und wurde
unter großer Anteilnahme wenige Tage später beigesetzt.
Einen weiteren Schritt, den Brandschutz in unserer Gemeinde sicherzustellen tat man,
als es ab dem 02.05.1924 möglich war, eine Kraftfahrspritze aus Heilbronn anzufordern.
Anno 1927 bot die Firma Bachert der Feuerwehr Jagstfeld an, eine Vorführung einer
neuen Motorspritze durchzuführen, was den Anfang einer modernen Zukunft vorausahnen
ließ.
Am 17.12.1927 wurde die Feuerwehr Jagstfeld von der Feuerwehr Duttenberg zur
Brandhilfe gebeten, hier waren 39 Mann aus Jagstfeld im Einsatz.
Im Jahre 1930 dann, folgten die Jagstfelder Feuerwehrleute dem Beispiel Ihrer
Kochendorfer Kollegen und gründeten ein Feuerwehrmusikkorps, welches seinen
ersten Auftritt im Jahre 1931 bei der Korpsversammlung am Sportplatz Jagstfeld hatte.
Die dritte Freiwillige Feuerwehr im Bunde gründete die Gemeinde Untergriesheim
am 23.01.1932.
Ihr 25 jähriges Jubiläum feierte die Feuerwehr Jagstfeld am 14.05.1933
Auch die Gemeinde Hagenbach gründete alsdann eine Freiwillige Feuerwehr, dies
geschah am 29.05.1933
In den Jahren 1933-1936 überschlugen sich die Ereignisse dann. Die Gemeinden
Kochendorf, Jagstfeld und Hagenbach wurden zur neuen Gemeinde Bad Friedrichshall
zusammengeschlossen; Die Feuerwehren folgten diesem Beispiel und schlossen sich
ebenfalls zusammen, der erste Gesamtkommandant war Oskar Bitsch, welcher dieses
Amt bis zum 19.06.1940 ausübte. Bei den Löschzügen in den einzelnen Stadtteilen
wurden Löschzugführer gewählt.
Am 26.11.1937 wurde ein Verwaltungsrat gebildet, welchem 13 Aktive angehörten.
In der Zeit zwischen 1938/1940 wurden für Jagstfeld und Kochendorf Motorspritzen
TS 8 und offene Anhänger beschafft; Am 17.11.1941 beschloß der Gemeinderat, der
Firma Bachert, den Bau eines Feuerlöschautos mit Motorspritze zu übertragen.
Durch die Wirren des 2. Weltkrieges hatte die Feuerwehr ab 1939- 1945 den Charakter
einer Feuerschutzpolizei, welche in dieser Zeit auch mehrere Einsätze aufzuweisen
hatte, wie z.B. Gasthaus zur Sonne, Eisenwerk, Bauer Lustig u.v.m.. Der Löschzug
Kochendorf, bildete zu dieser Zeit mit den Wehren aus Neckarsulm, Lauffen und
Güglingen den Bereitschaftszug Heilbronn Land. Zu diesem Zeitpunkt verfügten
bereits alle 4 Feuerwehren dieses Verbundes über ein Feuerwehrfahrzeug.
Nach Kriegsende wurde erstmals im Jahre 1946 zum Wiederaufbau der Feuerwehr
aufgerufen, es erhielt wieder jeder Stadtteil seine eigene Feuerwehr.
Im Jahre 1951 erhält Bad Friedrichshall das Stadtrecht und die Feuerwehr Kochendorf
ein Löschgruppenfahrzeug LFV 15, welches in einem Schuppen bei einem Bauer
untergestellt wurde, da das Feuerwehrmagazin noch nicht wieder aufgebaut war.
Dieses Fahrzeug wird heute als Oldtimer erhalten.
Am 03.01.1952 brannte in Jagstfeld ein Wohnhaus, der Brand griff auf ein weiteres
Gebäude und 2 Scheunen über, woraufhin die Feuerwehren aus Kochendorf, Neckarsulm
und der amerikanischen Garnison Neckarsulm der Feuerwehr Jagstfeld zu Hilfe eilten.
Im Jahre 1952 bildete sich in Jagstfeld ein Feuerwehrquartett, welches auf
Feuerwehrveranstaltungen auftrat, viele Jahre danach, werden wir eine ähnliche
Konstellation vorfinden.
Auch in den Jahren von 1953-1956 wurden die Feuerwehren wieder zu einigen
Einsätzen gerufen, so z.b. 1953 zu einem Brand beim Schloß Lehen, oder 1956
zum Hochwasser ebenfalls beim Schloß Lehen.
Ebenfalls im Jahre 1956 wurden die Feuerwehren der Kernstadtteile wieder zu einer
Gesamtwehr formiert, deren Kommandant Anton Kremsler wurde. Im Zuge dieses
Zusammenschlusses wurde auch der Wunsch nach einem gemeinsamen Gerätehaus für die
Wehren geweckt. Im gleichen Jahr wurde auch der Stützpunkt Neckarsulm- Bad
Friedrichshall gegründet.
1958 erhielt der Löschzug Jagstfeld, im Jahre 1959 Hagenbach einen neuen
Tragkraftspritzenanhänger mit TS 8.
Ihren ersten Großeinsatz hatte die neu formierte Bad Friedrichshaller Feuerwehr
am 22.02.1960 beim Brand auf dem Anwesen Friederich, ein weiterer folgte ein Jahr
später am 11.03.1961 bei einem Brand auf dem Gut Heuchlingen, bei dem auch die DRK
Ortsgruppe Bad Friedrichshall anwesend war.
1963 dann, erhielt die Feuerwehr Untergriesheim einen Tragkraftspritzenanhänger,
am 10.06.1963 wurde der Löschzug Hagenbach mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug,
TSF, ausgestattet, wobei der alte Tragkraftspritzenanhänger hierfür in Zahlung
gegeben wurde.
Der 25.01.1964 war geprägt durch einen Großbrand bei der Firma Unterland. Durch
das Feuer wurde eine Tiefkühllagerhalle zerstört.
Am 17.07.1964 wurde das erste Tanklöschfahrzeug beschafft und beim Löschzug
Kochendorf untergestellt, das bis dato dort stationierte LFV 15 erhielt der
Löschzug Jagstfeld. Ab diesem Zeitpunkt sind alle Löschzüge motorisiert.
Vom 18.06 bis 19.06.1966 richtete die Feuerwehr Bad Friedrichshall den
Kreisfeuerwehrtag aus, in dessen Rahmen auch die Leistungsabzeichen durchgeführt
wurden. An beiden Tagen waren die Feuerwehrfreunde aus Tschagguns anwesend.
Im Jahre 1966 erhielt die Feuerwehr Duttenberg einen Tragkraftspritzenanhänger
mit TS 8/8.
1970/1971 wurde die Feuerwehr Bad Friedrichshall mit einer Brandmeldeanlage,
Funkmeldeempfänger und Funkgeräten auf den Fahrzeugen ausgestattet.
Am 15.03.1973 wird die Feuerwehr Duttenberg aufgrund einer freiwilligen
Eingliederungsvereinbarung zwischen der Gemeinde Duttenberg und der Stadt
Bad Friedrichshall zum 4. Löschzug der Gesamtwehr, ebenfalls im Jahre 1973
erhielt die Feuerwehr Bad Friedrichshall einen Schlauchwagen SW 1000.
Im Zuge der Gemeindereform kam Untergriesheim 1975 zur Stadt Bad Friedrichshall.
Die Abteilung Untergriesheim erhielt aufgrund einer Bestimmung in der
Eingliederungsvereinbarung im Jahre 1977 ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF.
Ebenfalls 1977 wurde Anton Kremsler, nach Beendigung seiner Dienstzeit, zum
Ehrenkommandanten ernannt.
Im Jahre 1978, wurde die Wehr, neben Brackenheim, als eine von zwei Dekongruppen,
im Landkreis Heilbronn durch das Innenministerium des Landes Baden Württemberg
benannt.
Im Anschluss an Kremslers Amtzeit, wurde am 19.03.1977 Otto Friederich Kommandant.
Unter seiner Führung, erhielt der Löschzug Jagstfeld 1978 ein Löschgruppenfahrzeug
LF 16 als Ersatzbeschaffung für das LF 15 und Duttenberg 1980 ein
Tragkraftspritzenfahrzeug, TSF, womit nun die ganze Wehr motorisiert war.
Auch der seit 1956 bestehende Gedanke, die Löschzüge Jagstfeld, Kochendorf und
Hagenbach in einem gemeinsamen Haus unterzubringen, wurde in diesem Jahr in die
Tat umgesetzt und die Planung erstellt. 1981 wurde beim Regierungspräsidium ein
Bezuschussungsantrag für den Bau diesen Hauses eingereicht.
Friederichs Amtszeit endete im folgenden Jahr 1982, gleichzeitig wurde Ihm die
Ehrenmitgliedschaft verliehen. Als sein Nachfolger wurde Kurt Semen ins Amt gewählt.
In der folgenden Zeit wurden verstärkt löschzugübergreifende Übungen durchgeführt,
um die Verbundenheit der drei Löschzüge zu stärken!
Die Anschaffung eines hydraulischen Rettungssatzes für das TLF 16 und eines
Mannschafts- und Transportwagen, MTW, die Beschaffung eines TLF 16 als Ersatz
für das TSF Hagenbach, der Tausch des LF16 Jagstfeld mit dem TLF 16 Kochendorf
und eine Zusammenlegung der Alarmschleife 1, welche nun aus Kameraden der Löschzüge
Kochendorf, Jagstfeld und Hagenbach besteht, waren die ersten Amtshandlungen Semens.
Im Jahre 1983, wurde im Zuge der Beschaffung des neuen TLF 16, ein zweiter
Rettungssatz für Einsätze der technischen Hilfeleistung erworben.
Die Jahre 1983-1985 waren dann durch den Bau eines Zentralen Gerätehauses geprägt,
mit dessen Fertigstellung und Eröffnung am 28.09.1985 auch die Ära der
Selbständigkeit der Löschzüge Jagstfeld, Kochendorf und Hagenbach endete. Die
Einweihungsfeier des neuen Feuerwehrhauses fand im Mai 1986 feierlich statt.
Ebenfalls 1986 erhielt Anton Kremsler, der Ehrenkommandant unserer Feuerwehr, das
Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Als Jubiläumsjahr geht 1987 in diese Chronik ein; In diesem Jahr feierte die
Feuerwehr Ihr 125-jähriges Bestehen!
1988 wurde die Feuerwehr durch den Kauf einer DL 25 Daimler Benz/ Metz Baujahr
1959 bei vielen Einsätzen unterstützt. Diese Indienststellung blieb bis zur
Neubeschaffung einer DLK 23/12 Daimler Benz/ Riffaud bestehen, aber noch bis
heute ist die "alte DL 25" bei manchen Einsätzen zu sehen.
Im Jahre 1988 wurden für die Feuerwehr zwei Neufahrzeuge beschafft. Der 1982 aus
Eigenmitteln der Feuerwehr gebraucht erworbene und umgebaute MTW wurde ersetzt.
Hauptsächlich für den Transport der Dekongruppe und Ihrer Gerätschaften, wurde mit
Unterstützung des Landes Baden- Württemberg und des Landkreises Heilbronn ein
Gerätewagen Transport GW-T, beschafft.
Im Jahre 1994 wurde im Stadtteil Untergriesheim das neue Feuerwehrhaus feierlich
eingeweiht.
Aufgrund der steigend Zahl von Einsätzen im Bereich der technischen Hilfeleistung,
wurde im Jahre 1992 ein Vorausrüstwagen, VRW und 1995 ein Rüstwagen, RW 2 beschafft.
Das mit Seilwinde, Stromerzeuger und einem Lichtmast ausgestattete Fahrzeug wurde in
Eigenleistung durch die Feuerwehr so aufgerüstet, wie es heute im Magazin steht.
Die lange geplante Jugendfeuerwehr hatte im Jahre 1995 ihre Premiere; Sie reiht sich
nahtlos in die Gemeinschaft der anderen Jugendfeuerwehren ein. Jugendfeuerwehrwart
ist Peter Rück, sein Stellvertreter ist Martin Roller.
Seit dem 01. April 1996 bilden 3 Fahrzeuge aus Bad Friedrichshall zusammen mit
einem Fahrzeug der Feuerwehr Löwenstein den 2. Zug Löschangriff, und 4 Fahrzeuge
den 2. Zug Technische Hilfeleistung im Katastrophenfalle.
Aufgrund der immer häufiger werdenden Hochwasser, entschieden sich die
Stadtverwaltung und das Land Baden Württemberg 1996, eine Hochwasserfreimachung
für den Ortskern Kochendorf in Auftrag zu geben; Diese umfasste die Herstellung
des Merzenbachstollens, eines Polderpumpwerkes, mehrerer Dämme und Wälle sowie
einer mobilen Spundwand, die im Bedarfsfalle von der Feuerwehr und dem städtischen
Bauhof aufgebaut werden soll.
Die Hochwasser in kurzen Abständen der Jahre 1998, 1999, 2000 und 2001 machten
deutlich, wie wichtig diese Entscheidung gewesen war.
1997 erfuhr die Wehr durch die Zuweisung eines Schlauchwagens, SW 2000 Tr, durch
den Bund eine Stärkung der Einsatzbereitschaft.
Ebenfalls in diesem Jahr erhielt man noch den fahrbaren Ölabscheider "Ölsep",
dessen Beschaffung durch den Landkreis erfolgte. Dieses Fahrzeug wird auf
Kreisebene bei allen möglichen Fällen von Gewässerverunreinigungen durch Öl
alarmiert. Bei diesen Einsätzen wird auch der GW-T mit an die Einsatzstelle
vorgenommen. In Hinblick auf die Mineralölschäden, bei Hochwassern, war diese
Beschaffung besonders wichtig.
Mit der Einführung wöchentlicher Übungen mit allen Abteilungen wurde 1997 ein
großer Schritt getan, die Zusammenarbeit auch Abteilungsübergreifend zu stärken.
Dies ist auch notwendig, um die stetig steigende Zahl der Einsätze auch in Bezug
auf Personal- und Gesamtausbildungsstand gut zu bewältigen.
Die Abteilung Duttenberg wird in den kommenden Jahren den begonnenen Umbau
eines landwirtschaftlichen Gebäudes in der Entengasse abschließen,, um das
bisherige Magazin zu ersetzen.
Im Herbst 1998 fasste der Gemeinderat den Beschluss, ein Nachbargrundstück
beim Feuerwehrhaus der Kernstadt zu erwerben und auf diesem Parkplätze, sowie
zwei weitere Fahrzeughallen zu errichten. Die Bezuschussung durch das Land
wurde im Juni 2000 bewilligt, und schon bald begann man mit den Bauarbeiten.
Paralell hierzu, wurde eine weitere Lagerhalle auf besagtem Grundstück,
hauptsächlich für die Oldtimer erstellt.
Zwei Tage vor Weihnachten, am 22.12.2000 war dann das Alarmstichwort "brennende
Lagerhallen Firma Hengstenberg". Bei diesem Einsatz waren neben der Gesamtfeuerwehr
Bad Friedrichshall auch die Feuerwehren der Stadt Heilbronn und Neckarsulm alarmiert
und zum Schadensort ausgerückt.
Mitte des Jahres 2001, wurde dann nach vielen Eigenleistungen der
Feuerwehrangehörigen mit einer Gesamtzahl von 2469 Stunden die beiden neuen
Fahrzeughallen sowie die Halle für die Oldtimer und die Lagermöglichkeiten über
der ursprünglichen Garage fertig gestellt.
Kurz vor Weihnachten 2001 wurde das lang geplante LF 8/6 in der Abteilung
Untergriesheim in Dienst gestellt, es ersetzt die bisherigen zwei Fahrzeuge
der Abteilung.
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